Premiumwanderweg Meinvennen – ein Rekordversuch

Letztes Jahr im Frühling überraschte unser Outdoorjunge mich mit dem Wunsch, im Sommer das erste Mal eine Wanderung mit mehr als 20 Kilometer Länge schaffen zu wollen. Da ließ ich mich natürlich nicht zweimal bitten und verlängerte den eigentlich 18,9 Kilometer langen Premiumwanderweg Meinvennen im Naturpark Maas-Schwalm-Nette etwas, um den Rekordwunsch verwirklichen zu können.


Der Premiumwanderweg Meinvennen liegt östlich von Roermond und führt grenzüberschreitend durch deutsches und niederländisches Gebiet. Dabei geht es abwechslungsreich mal durch den Wald, mal durch offene Heideflächen und Gagelmoore. Die durch die Erosion des Maas-Urstromtals entstandenen Terrassenkanten sind charakteristisch für den sich hier befindenden Nationalpark de Meinweg. Von der Maas stammt auch der teils sandige Untergrund.

Die abwechslungsreiche Landschaft und das wasserreiche Gelände boten uns die idealen Voraussetzungen für den Rekordversuch, denn es sollte ja auf keinen Fall langweilig oder langatmig werden. Und auch unsere Panda hatte so unterwegs die Möglichkeit zur Abkühlung. Der eigentlichen Wegführung fehlte für uns nur eine Einkehrmöglichkeit, diese habe ich dann aber bei meiner Verlängerung hinzugefügt (s. u.).


Wir starteten unsere Wanderung auf dem Parkplatz Meinweg in Herkenbosch zusammen mit einer befreundeten Familie und liefen die Tour dann gemeinsam gegen den Uhrzeigersinn. Wir nehmen gerne andere Kinder oder Familien mit, denn erstens laufen die Kinder unter Gleichaltrigen meist wie von alleine und auch den Erwachsenen tun zusätzliche Unterhaltungsmöglichkeiten bei einer so langen Wanderung immer gut.

Zunächst wanderten wir durch den Wald, danach erreichten wir die Heide und die ersten Gewässer. Noch vor Überquerung des Bachs Boschbeek lockte ein Abstecher nach links zum Aussichtsturm mit Ausblick über die weiten Heideflächen und umliegenden Wälder. Nach dem Start in den kühleren Morgenstunden wurde es an diesem sommerlichen Tag Ende August spürbar wärmer und so tat uns eine erste Pause am Turm sichtlich gut.


Kurz danach überquerten wir die Grenze nach Deutschland und gelangten in das Naturschutzgebiet Luesekamp und Boschbeek. Nach Durchquerung von diesem führte uns der Wanderweg zurück in die Niederlande und zu einem Picknickplatz im Schatten an Wander-Knotenpunkt 80. Gut zwölf Kilometer Wegstrecke hatten wir hier bereits geschafft, ca. zehn weitere lagen hier noch vor uns. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits frohen Mutes, den Rekord zu schaffen, denn mehr als die Hälfte des Weges lag ja bereits hinter uns.

Weiter ging es danach durch den Luzenkamp und schließlich zu einer Panoramaliege mit weiter Aussicht und der Gelegenheit zu einer erneuten Pause. Allerdings war es uns auf dem in der Sonne stehende Waldsofa zu warm, sodass wir unsere Picknickdecken lieber gegenüber der Liege im Schatten ausbreiteten und so mit Hilfe von unseren Kaltgetränken ein wenig abkühlen konnten.


Danach näherten wir uns allmählich dem von mir hinzugefügten Abstecher zum Ausflugslokal De Boshut mit großer Außenterrasse und einem schönen Spielplatz. Natürlich ließen wir uns eine ausgiebige Einkehr nicht entgehen, denn mit bereits 19 absolvierten Kilometern hatten wir das große Ziel hier bereits fast erreicht. Die Füße qualmten zwar und die Erschöpfung war allmählich bei allen spürbar, aber nach einer ausgiebigen Stärkung fühlten wir uns fit genug für den restlichen Weg.


Zum Glück kühlte es mit dem beginnenden Abend auch ein wenig ab. So liefen sich die verbliebenen Kilometer zurück zu unserem Ausgangspunkt fast wie von selbst und am Ende erreichten wir ko, aber glücklick und stolz nach 22 Kilometern wieder den Parkplatz, auf dem unsere Autos standen. Rekord geschafft, ein tolles Gefühl besonders für die beiden zehnjährigen Jungs.

Die GPS-Datei unserer gesamten Wanderung findet ihr hier.

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