Die Steverlandroute – Familienradweg im Münsterland

Die Stever ist ein kleiner Fluss im Münsterland: Sie entspringt nahe Nottuln am Fuß der Baumberge und mündet bei Haltern am See in die Lippe. Über ungefähr siebzig Kilometer führt ein ausgeschildeter Familienradweg – die Steverlandroute – an ihrem Flusslauf entlang.

Im vergangenen Frühsommer sind wir den Radweg im Rahmen einer dreitägigen Rundtour komplett abgefahren und waren total begeistert. Da wir nicht hin und zurück radeln oder eine Strecke mit dem Zug absolvieren wollten, habe ich von Haltern nach Nottuln selber eine Route geplant, um eine Rundtour daraus zu machen. 110 Kilometer und je 300 Höhenmeter bergauf und bergab hatten wir dabei insgesamt zu bewältigen.


Zunächst fuhren wir mit dem Auto bis nach Haltern am See, wo wir diese parkten, unsere Trekkingräder beluden und uns frohen Mutes auf den Weg in Richtung Nottuln machten: Bis zu unserem Hotel lagen 35 Kilometer vor uns, die auch für unseren Outdoorjungen und seinen Freund kein Problem darstellten. Unterwegs passierten wir unter anderem die Kapelle Visbeck, Schloss Buldern und den Buldener See.


In Nottuln trafen wir am nächsten Morgen auf die Steverlandroute und gleich die erste Station. Um den Familienradweg auch für Kinder möglichst abwechslungsreich und spannend zu gestalten, wurden entlang der Stever insgesamt 18 Mitmach- und Informationsstationen entwickelt, an denen es jede Menge zu entdecken und oftmals mit allen Sinnen zu erfahren gibt. Dazu passend zeigt eine Entdeckerkarte den jungen Radlern die einzelnen Wegpunkte, an denen auch die so genannten Stever-„Münzen“ gesammelt bzw. abgepaust werden können.

So radelten wir kurzweilig und immer abwechslungsreich an den Baumbergen vorbei, durch Senden und dabei fast immer genau an der Stever entlang bis nach Lüdinghausen, wo wir die zweite Nacht in einem Hotel direkt neben der Stever verbrachten. Lüdinghausen gefiel uns auch als Städtchen sehr gut.

Am letzten Tag unserer Radtour verließen wie Lüdinghausen. Der Radweg führte uns nun zuerst durch die Steverauen nach Selm und dann mit Überqueren des Dortmund-Ems-Kanals nach Olfen. Auch an diesem Tag begeisterten uns die zahlreichen Erlebnisstationen, Picknickmöglichkeiten und die wunderbare Natur entlang des Wassers. Wir konnten gar nicht genug von alledem bekommen und ließen uns für die letzten Kilometer viel Zeit, alles zu genießen.

Allmählich wandte sich die Stever nach Westen und damit ihrer Mündung in die Lippe bei Hullern zu. Wir passierten mit ihr gemeinsam diese Stelle und radelten zum Abschluss am Hullerner und Halterner See vorbei, bevor wir uns ganz am Ende als Belohnung für die geradelten Kilometer ein leckeres Eis auf dem Halterner Marktplatz schmecken ließen. Ein perfekter Abschluss für drei großartige Tage!

Unser Fazit: Die Steverlandroute hat unsere hohen Erwartungen übertroffen und wir waren restlos begeistert. Die Orientierung war dank sehr guter Beschilderung nie ein Problem. Solltet ihr die Natur in NRW gerne mal mit dem Rad erkunden, fahrt unbedingt über diesen Familienradweg. Hier kommen alle kleinen und großen Radler wirklich auf ihre Kosten!

Weitere Infos über die Steverlandroute und auch die Möglichkeit zur Bestellung bzw. Downloads der Entdeckerkarte und des Begleitbuchs findet ihr auf steverlandroute.de.

Falls ihr genau wie wir eine Rundtour daraus machen möchtet, findet ihr unsere gpx-Datei der kompletten drei Tage hier. Solltet ihr Hotel-Tipps benötigen, schreibt mir einfach eine kurze E-Mail.

Falls ihr einen vergleichbar tollen Familienradweg in NRW kennt und empfehlen könnt, würde ich mich sehr über eure Nachricht freuen.

Hinterlasse einen Kommentar