Nach unserer erfolgreichen Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Südtirol sind wir von Sterzing aus noch ein Stück in Richtung Süden bis an den Ledrosee gefahren. Der Ledrosee liegt oberhalb des Gardasees in den Trentiner Bergen: ein wirklich schönes Fleckchen Erde, das ich euch hier ein wenig vorstellen möchte.

Der Ledrosee liegt auf einer Höhe von gut 650 Metern und ist 2,2 km² groß. In seinem kristallklaren Wasser spiegeln sich die umliegenden Berge, die bis zu 2.200 Meter hoch sind. Wir haben die Tage dort genutzt, um unsere müden Knochen zu erholen und die Sonne zu genießen. Überall entlang des Ledrosees kann man Boote mieten und so auch die Natur direkt auf dem Wasser genießen. Der Blick in die umliegenden Berge von dort aus ist wunderschön. Uns haben besonders gut die Tretboote mit Rutsche gefallen, von denen aus man direkt ins Wasser rutschen konnte. Was ein Spaß!

Natürlich haben wir aber nicht nur mehr oder weniger faul am und auf dem See gelegen, sondern auch die ein oder andere kleine Wanderung unternommen. In beide Richtungen kann man gut um den See herum wandern. Von unserer Unterkunft in Pieve di Ledro sind wir einmal bis zum Hundestrand nach Pur gelaufen und einmal in die andere Richtung bis in das nette Örtchen Mezzolago. Während uns dort die engen Gassen und alten Häuser mit ihren bunten Gemälden an den Fassaden besonders gut gefallen haben, war auf dem Weg nach Pur der Weg durch den Wald besonders schön. Dieser gab immer wieder idyllische Blicke auf den Ledrosee frei.

Eine weitere Wanderung haben wir von Pieve die Ledro aus mit dem Rücken zum See bis nach Locca und Bezzecca unternommen. Auch hier gab es gut ausgeschilderte Wege, die problemlos zu finden und zu erwandern waren. Allerdings kamen hier ein paar Höhenmeter hinzu, was in der August-Hitze ganz schön anstrengend und schweißtreibend war. Auf dem Colle die Santo Stefano trafen wir dann zur Belohnung aber nicht nur auf einen schönen Aussichtspunkt, sondern auch auf ein altes Höhlensystem, welches natürlich den Entdeckergeist unseres Outdoorjungen hervorrief und zudem eine willkommene Abkühlung bot.

Höher in die Berge wanderten wir nicht, weil es dazu zu heiß war und wir natürlich in erster Linie zur Erholung nach der Alpenüberquerung dort waren. Der Blick in die hohen Berge war trotzdem Genuss pur – und vielleicht kommen wir ja einmal im Frühling oder Herbst wieder, um die zahlreichen Wandermöglichkeiten rund um den Ledrosee auszukosten.

Toller Bericht, danke
Grüße Tarami
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