Familienfreundliche Mehrtagestour im Naturpark Hohe Mark: Mit dem Fahrrad unterwegs auf der der Hohe Mark RadRoute „Mittlerer Kurs“

Anzeige | in Kooperation mit dem Naturpark Hohe Mark

Drei Tage unterwegs sein, jeden Morgen aufs Rad steigen, gemeinsam neue Wege entdecken und abends müde, aber glücklich ankommen – genau das lieben wir so an Mehrtagestouren mit Kindern. Im vergangenen Jahr waren wir mit zwei Familien auf dem „Mittleren Kurs“ im Naturpark Hohe Mark unterwegs und haben dabei eine Region entdeckt, die uns mit ihrer Vielseitigkeit überrascht hat: Wälder, weite Felder, Wasserlandschaften, Naturerlebnisse, kleine Abenteuermomente und immer wieder wunderschöne Rastplätze machten diese Tour zu einem unvergesslichen Familienerlebnis.

Gestartet sind wir dabei in Weseke. Von dort aus führte uns die Rundtour in drei Etappen durch den Naturpark Hohe Mark – am Ende kamen wir inkl. Abstechern auf 148 Kilometer und etwa 380 Höhenmeter. Die Kinder, elf und zwölf Jahre alt, sind die komplette Tour mit ihren Trekkingrädern selbst gefahren. Für beide war es die zweite Mehrtagestour mit dem Fahrrad – und am Ende waren sich alle einig: Diese Runde würden wir sofort wieder fahren.

Natur pur im Naturpark Hohe Mark – inkl. bewohntem Storchennest

Radfahren im Naturpark Hohe Mark: abwechslungsreich und familienfreundlich

Der „Mittlere Kurs“ verbindet viele unterschiedliche Landschaften miteinander. Mal führt die Strecke durch schattige Waldabschnitte, dann wieder entlang weiter Felder, idyllischer Wasserläufe oder kleiner Seen. Besonders schön fanden wir die vielen naturnahen Wege abseits vielbefahrener Straßen und die ruhige Atmosphäre unterwegs.

Der Untergrund wechselte immer wieder zwischen Asphalt, Schotter, Wald- bzw. Feldwegen und wassergebundenen Abschnitten, war mit unseren Trekkingrädern aber immer problemlos zu befahren. Dank der GPX-Daten (unten im Beitrag verlinkt) auf dem Smartphone fanden wir uns jederzeit gut zurecht.

die Autorin – also ich – an einem der vielen Fotospots der Tour

Was uns außerdem immer wieder begeistert hat: Entlang der Strecke gibt es viele liebevoll gestaltete Rastmöglichkeiten, Picknickplätze (teils überdacht) und Einkehrmöglichkeiten. Gerade mit Kindern macht das einen großen Unterschied. Denn draußen im Grünen ist der Hunger immer wieder groß! Oft entstand genau in diesen Pausen dieses besondere Gefühl, das Mehrtagestouren so einzigartig macht: gemeinsam draußen unterwegs sein, spontan pausieren, etwas entdecken und einfach Zeit im Grünen miteinander verbringen.

einer der zahlreichen überdachten Picknickplätze – mit Bücherschrank in der Telefonzelle

Tag 1: Von Weseke bis zum Berghotel Hohe Mark in Reken

Etappenlänge: ca. 45 Kilometer

Unsere erste Etappe begann entspannt in Weseke. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, wie schnell der Alltag verschwindet, sobald man gemeinsam auf Tour ist. Die Kinder freuten sich über jeden neuen Weg, jede Pause und jedes kleine Abenteuer am Wegesrand.

Ein erstes Highlight war nach ca. neun Kilometern die Fischtreppe an der Aa in Ramsdorf, die wir über einen kleinen Abstecher erreichten. Ein weiterer kleiner Abstecher führte uns zehn Kilometer weiter zum historischen Schloss Velen. Erneut zehn Kilometer später erreichten wir das wunderschöne Naturschutzgebiet Kuhlenvenn bei Gescher. Die Landschaft wirkte herrlich ruhig, saftig grün und ursprünglich, Heimat für viele Vögel und andere Tiere. Zwei Beobachtungspunkte boten uns Gelegenheit, Flora und Fauna gebührend zu genießen – eine Beobachtunghütte und eine kleine Plattform.

die Fischtreppe an der Aa in Ramsdorf

Unterwegs kamen wir zudem immer wieder an tollen Rastplätzen vorbei. Besonders praktisch fanden wir die überdachten Picknickmöglichkeiten im Naturpark Hohe Mark – ideal für Familienpausen oder kleine Snacks zwischendurch, auch bei wechselhaftem Wetter, wie wir es an diesem ersten Tag hatten.

Am Ende der ersten Etappe wartete schließlich noch ein kleiner sportlicher Abschluss auf uns: der Anstieg hinauf zum Naturpark Hohe Mark-Gastgeber Berghotel Hohe Mark. Nach den eher flachen Kilometern zuvor war das noch einmal ein „knackiger“ Schlussanstieg – aber oben angekommen wurden wir mit einer tollen Aussicht, kühlen Getränken sowie Kaffee und Kuchen belohnt.

Highlight für die Kinder war dort außerdem der Niedrigseilgarten direkt am Hotel. Nach vielen Kilometern im Sattel konnten sie sich hier noch einmal so ganz ohne Räder austoben, klettern und spielen. Der perfekte Abschluss eines wunderbaren Tages.

im Niedrigseilgarten am Berghotel Hohe Mark

Tag 2: Naturerlebnisse zwischen Heiden, Wald und Wasser auf dem Weg nach Schermbeck

Etappenlänge: ca. 58 Kilometer

Der zweite Tag war unsere längste Etappe – gleichzeitig aber auch eine sehr kurzweilige. So wechselten sich immer wieder Wälder, Wasserlandschaften und offene Wege ab. Besonders beeindruckt haben uns gleich zu Beginn (nach acht Kilometern) die Teufelssteine in Heiden – ein 4.000 Jahre altheidnisches Steinkammergrab. Rund um die großen, mystischen Felsformationen entstand sofort ein kleines Abenteuergefühl. Die Kinder erkundeten neugierig die Umgebung, während wir Erwachsenen die besondere Atmosphäre dieses historischen Ortes mitten in der Natur bei einer entspannten Pause genossen.

Kurz darauf erreichten wir das Naturschutzgebiet Kranenmeer. Gerade auf einer Radtour mit Kindern lieben wir solche Orte, an denen man langsamer wird, innehält und die Natur intensiver wahrnimmt. Auf Höhe des nur wenig später folgenden Deutener Moor ließen wir uns einen Abstecher zu einem der schönen Picknickplätze mitten im Wald nicht entgehen: Um uns herum nur Natur pur und kein anderer Mensch weit und breit. Der perfekte Ort, um nach 28 gefahrenen Tageskilometern ein ausgiebigies Picknick einzulegen.

Im weiteren Verlauf führte uns die Strecke durch das Naturschutzgebiet Hervester Bruch, auf dem Weg dorthin passierten wir gleich mehrere Storchennester. Außerdem leben dort Wasserbüffel, die wir bereits bei einer früheren Wanderung fasziniert beobachtet hatten. Die Kombination aus Wasserflächen, ruhigen Wegen und Naturbeobachtungen machte diesen Abschnitt besonders schön.

Abkühlung für die Wasserbüffel

Auch die folgenden, wassernahen Passagen entlang der Lippe und des Wesel-Datteln-Kanal gefielen uns sehr. Wasser hat nicht nur auf Radtouren immer etwas Beruhigendes – und gerade für Kinder sorgen Schleusen, Brücken oder vorbeifahrende Boote immer wieder für spannende Momente, gute Pausenmöglichkeiten inklusive.

Am Abend erreichten wir schließlich das Hotel Zur Linde – ebenfalls ein Naturpark Hohe Mark-Gastgeber. Nach fast sechzig Kilometern freuten sich alle über eine gemütliche Unterkunft und einen entspannten Tagesabschluss mit gutem Essen im Restaurant des Hotels.

entspanntes Radfahren am Wesel-Datteln-Kanal

Tag 3: Schlösser, Wasserburgen und Naturerlebnisse auf dem Weg zurück nach Weseke

Etappenlänge: ca. 45 Kilometer

Am dritten Tag warteten noch einmal viele Highlights auf uns. Besonders schön an dieser Etappe war die Mischung aus Natur und Kultur.

Für unseren ersten Halt bot sich nach zehn Kilometern die historische Turmwindmühle Schwane mit ihrem großzügigen Gartengelände an.  Ein echtes Highlight war fünf Kilometer weiter das Schloss Raesfeld mit seiner beeindruckenden Anlage und den sie umgebenden Gebäuden. Hier hätten wir problemlos noch deutlich mehr Zeit verbringen können. Für Kinder gibt es viel zu entdecken und gleichzeitig bietet der Ort eine besondere Atmosphäre. Für Familien besonders lohnenswert: Der Tiergarten mit seinem Naturerlebnisgelände sowie das Naturparkhaus mit der Ausstellung „Der Natur auf der Spur“. Wir haben uns fest vorgenommen, hierhin nochmal einen separaten Ausflug zu machen, um alles in Ruhe erkunden zu können.

Schloss Raesfeld

Ein besonders schöner Zwischenstopp war außerdem die Mittagspause in der Außengastronomie des Vennekenhof nach ca. zwanzig gefahrenen Tageskilometern. Solche Einkehrmöglichkeiten sind auf Mehrtagestouren Gold wert. Hier konnten wir neue Energie tanken und einfach das entspannte Unterwegssein genießen. Die selbstgemachten Speisen aus heimischen Produkten waren zudem unglaublich lecker – slow food vom Feinsten!

willkommene Pause am Vennekenhof

Ein kleines Highlight für unsere Kinder war unterwegs übrigens auch ein öffentlicher Bücherschrank zwischen Raesfeld und Borken. Dort wurde spontan neuer Lesenachschub eingepackt – und die nächsten Pausen waren gerettet.

Auch rund um die Quelle der Issel und den Pröbstingsee mit seiner Fischtreppegefiel es uns richtig gut. Die Mischung aus Wasser, Natur und Freizeitmöglichkeiten machte diesen Abschnitt besonders abwechslungsreich. Im Biergarten direkt am See genossen wir bei einem kühlen Getränk den direkten Blick aufs glitzernde Wasser.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt war die wunderschöne Wasserburg Gemen, die wir einmal umrundeten. Solche historischen Orte verbinden Naturerlebnisse mit kleinen Zeitreisen und bleiben somit unvergesslich. Zum Ende der Tour wurde es noch einmal richtig entspannt: Im Quellengrundpark mit Apothekergarten und Geologischem Garten im Süden von Weseke legten wir eine letzte gemütliche Pause ein und sahen uns alles in Ruhe an.

Blick auf die Wasserburg Gemen

Unser Fazit zum „Mittleren Kurs“ der Hohen Mark RadRoute

Diese Mehrtagestour war für uns die perfekte Mischung aus Naturerlebnis, kulturellen Highlights, Familienabenteuer und aktivem Urlaub direkt vor der Haustür. Besonders gefallen hat uns die enorme Abwechslung entlang der Strecke: Wälder, Wasser, Naturerlebnisse, altehrwürdige Gebäude und immer wieder schöne Rastmöglichkeiten sorgten dafür, dass unterwegs nie Langeweile aufkam.

Der „Mittlere Kurs“ eignet sich aus unserer Sicht besonders gut für aktive Familien mit etwas Rad-Erfahrung. Unsere Kinder sind die komplette Strecke selbst gefahren und waren am Ende unglaublich stolz auf die gemeinsam geschafften Kilometer. Ehrlich gesagt waren sie sogar weniger erschöpft als wir Erwachsenen.

Wer gerne mehrere Tage draußen unterwegs ist, Natur erleben möchte und familienfreundliche Radwege sucht, sollte sich diese Tour unbedingt einmal anschauen.

glückliche Kinder unterwegs auf dem Rad im Naturpark Hohe Mark

Praktische Tipps für die Tour

  • Start-/Endpunkt: Weseke (hier haben wir geparkt)
  • optional: ÖPNV-Anbindung Bahnhof Borken
  • Gesamtlänge (inkl. Abstechern): ca. 148 Kilometer
  • Höhenmeter: ca. 380 Meter
  • geeignet für: Familien mit radfahrbegeisterten Kindern ab der weiterführenden Schule
  • Untergrund: abwechslungsreich aus überwiegend Asphalt, Wald-, Wiesen- und Schotterwegen
  • Navigation: GPX-Daten empfehlenswert (einfach hier downloaden)
  • Unterkünfte: Naturpark Hohe Mark-Gastgeber (download Liste)
  • viele Rastplätze, Picknickmöglichkeiten und Einkehrstationen entlang der Strecke
  • Informationen des Naturpark Hohe Mark zum Mittleren Kurs
unser Tachostand am Ende der Hohen Mark RadRoute

Habt ihr Fragen zur Tour? Dann schreibt mit gerne an outdoorfamilienglueck@gmx.de.

Hinterlasse einen Kommentar