Sofia (mein Beitrag zur Blogweltreise)

Momentan gibt es eine sehr interessante Blogparade mit dem Thema Blogweltreise. Ich finde die Idee total schön und habe beschlossen, einen Beitrag zur bulgarischen Hauptstadt Sofia zu schreiben, auch wenn es an meinem eigentlichen Blogthema knapp vorbei geht. Allerdings gibt es rund um Sofia fantastische Outdoormöglichkeiten und Naturerlebnisse, passt also doch irgendwie auch wieder zu meinem Blog.

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meet and greet in Sofia

Mein Mann und ich waren im Frühling 2017 für ein verlängertes Wochenende in Sofia. Wir besuchen jedes Jahr eine Hauptstadt und waren schon in Budapest, Prag, Berlin, Paris, Stockholm und Riga (ich hoffe, ich habe jetzt keine vergessen!?).

Sofia war für uns vorab die Aufregendste, weil Fremdeste. Und wir waren sehr gespannt, was uns in Bulgarien erwarten würde. Andere Sprache, andere Schriftzeichen, andere Menschen, andere Sitten.

Sofia ist eine Stadt der Gegensätze. Es gibt moderne Gebäude, wunderschöne Plätze und eine tolle, abwechslungsreiche Natur ringsum. Direkt neben den modernen, restaurierten und schön anzuschauenden Orten gibt es aber auch wahre Bruchbuden, (Strom-)Kabel die kreuz und quer über die Straßen hängen und sehr viel kaputte Bürgersteige sowie Asphalt voller Löcher.

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Sofias heiße Quellen

Wir haben sehr viele hilfsbereite und freundliche Sofioter kennengelernt, aber auch einige merkwürdige Erfahrungen gemacht. So zum Beispiel mit dem „Kassenmann“ eines Sportstadions, in das alle frei herein gelassen wurden, nur uns (offensichtlich westlichen) Touristen wurde der Zutritt verweigert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt … Oder die Busticket-Verkäuferin, die uns nur ein „Cash, cash, cash“ entgegen brüllte, als wir mit Karte zahlen wollten. Genauso gab es aber auch tolle Begegnungen wie mit dem jungen Mann im Tourist-Office, der uns am liebsten alles persönlich gezeigt hätte und gar nicht aufhören wollte, uns Tipps zu geben. Oder der Kellner in unserem Hotel, der sich jeden Abend sichtlich darüber freute, dass wir einen Absacker bei ihm tranken.

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Sofias Kathedrale, Berge im Hintergrund

Auf beiden Seiten des urbanen Flairs der Großstadt  gibt es ein Gebirge, das im Winter wie im Sommer Ausflugsziel der Sofioter ist. Natürlich haben auch wir es uns nicht nehmen lassen und einen Ausflug dahin unternommen. Schließlich versuchen wir bei jeder unserer Städtetouren auch den Naturgenuss nicht zu kurz zu kommen zu lasssen. Die „Überlandbusse“ in Sofia sind recht altertümlich, und die Fahrt mit ihnen gleicht einem Abenteuer. Wir konnten es uns jedenfalls nicht vorstellen, dass solch ein Bus in Deutschland über den TÜV gekommen wäre. Gleiches gilt für den „Sessel“-Lift mit einem Einstiegsbereich, der so dunkel und kalt ist, dass man es eigentlich nicht glauben kann, dass es tatsächlich da lang geht. Trotzdem sind wir überall gut und sicher angekommen. Die Landschaft außerhalb von Sofia ist übrigens sehr grün, wunderschön.

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hoch oben in den bulgarischen Bergen

Irgendwie ist die Stadt (und vielleicht auch das gesamte Land!?) genauso gegensätzlich wie ihre Bewohner. Zwischen Moderne und Kommunismus, West und Ost, (Neu-)Reichtum und Armut, Skepsis und (Welt-)Offenheit. Aber genau das macht ja auch einen ganz eigenen Reiz aus. Wir mögen es abwechslungsreich und gegen den Mainstream und können Sofia und Bulgarien daher jedem aufgeschlossenen Reisenden nur wärmstens empfehlen.

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Kabelsalat

5 Gedanken zu “Sofia (mein Beitrag zur Blogweltreise)

  1. Hallo Andreas, in Sofia waren wir ausnahmsweise mal ohne Kind. 😉 In Athen kann waren wir noch nicht, daher kann ich da nichts zu sagen. Sofias Zentrum ist recht klein, wir haben alles Wichtige an einem Tag geschafft. Daher denke ich schon, dass es gut mit Kind machbar ist. Und ein Ausflug in die umliegenden Berge mit Sesselliftfahrt finden Kinder ja auch toll.

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