Von der Gruttenhütte zum Stripsenjochhaus

Nach einer erholsamen Nacht auf der Gruttenhütte starten wir gegen 9 Uhr in Richtung Ellmauer Tor. Das Wetter hat sich über Nacht beruhigt, es hängen nur noch harmlose Wolken im Tal, die langsam nach oben ziehen. Schnell erreichen wir den Einstieg zum Jubiläumssteig und legen sicherheitshalber Helm und Gurt an. Das Klettern im Steig macht viel Spaß und ist auch nicht besonders schwierig. Viele stabile Seile erleichtern das Vorankommen, auch einige Leitern und Steighilfen gilt es zu überwinden. Am Ende des Steigs erreichen wir den Normalweg, den wir bis zum Ellmauer Tor empor steigen. Dabei sehen wir einige relativ zutrauliche Gemsen und müssen auch ein Schneefeld überqueren. Gut zwei Stunden nach Verlassen der Gruttenhütte stehen wir schließlich oben. Leider haben sich die hoch gezogenen Wolken hier fest gesetzt, sodass wir keine Aussicht genießen können. Auch die Besteigung der Hinteren Goinger Halt lassen wir aus. Aber wir bleiben für ein ausgiebiges Picknick im Ellmauer Tor sitzen.

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Glücksgefühle auf dem Ellmauer Tor – auch wenn man nichts sieht

Anschließend machen wir uns an den Abstieg durch die Steinerne Rinne. Zuerst geht es über einen rutschigen Schotterweg, der nicht besonders viel Spaß macht und so manchen kleinen Steinschlag auslöst. Also ziehen wir die Helme wieder auf. Nach einiger Zeit erreichen wir festeren Fels und dürfen endlich wieder klettern. Das macht definitiv mehr Spaß! Auch hier ist alles sehr gut mit Seilen gesichert, sodass wir ohne Gefahr weiter absteigen können. Am tiefsten Punkt der Tour hängen ein paar Kletterer in einer Felswand. Wir rasten noch einmal und beobachten sie dabei.

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Kletterpartie auf dem Weg zum Stripsenjochhaus

Nach einer erneuten Kletterpassage (für uns), die noch einmal sehr schön ist, sehen wir bereits unser Tagesziel, das Stripsenjochhaus, in der Sonne liegen. Bevor wir es erreichen, müssen wir aber noch ein Stück bergab. Dann folgt der Schlussanstieg über mehrere Serpentinen zu unserem heutigen Ziel. Schließlich erreichen wir das Stripsenjochhaus gegen 14.30 Uhr. Aufgrund der stabilen Wetterlage konnten wir uns viel Zeit lassen und die Etappe so richtig genießen.

Auf der Sonnenterrasse der Hütte stärken wir uns mit Radler und Suppe, bevor wir unser Zimmer im Nebenhaus beziehen. Am Abend haben sich die Wolken gänzlich verzogen, und es herrscht eine wundervolle Abendstimmung, wie man sie nur oben in den Bergen erleben kann. Das Wetter morgen soll fantastisch werden, wir sind voller Vorfreude. Und zum krönenden Abschluss des Tages spielen Christoph und ich noch eine Runde Tischtennis neben der Hütte.

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Abendstimmung am Stripsenjochhaus

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