Von der Kaindlhütte zurück nach Scheffau

Nach einer durchwachsenen Nacht auf der Kaindlhütte (im Lager schläft man halt selten so gut wie im Zimmer) starten wir bereits gegen 8.30 zu unserer letzten Etappe zurück zum Auto. Als erstes gilt es das Hocheck zu erklimmen, eine kleine Erhöhung auf dem Weg zur Walleralm. Der höchste Punkt ist sogar mit einem Gipfelkreuz ausgestattet, sodass wir noch einmal ein tolles Erlebnis gemeinsam genießen können.

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der Blick hinunter zum Hintersteiner See

Danach ist es mit dem Genuss für mich leider vorbei. 5 Blasen an meinen Füßen (wo auch immer die her kommen, ich trage die Schuhe seit 3 Jahren mit denselben Socken), das Problem-Knie und vom Muskelkater schmerzende Oberschenkel lassen mich den Pfad zur Walleralm mehr hinunter humpeln als alles andere. Auch der Einsatz von Stöcken und der Wechsel auf dünnere Socken helfen nicht mehr wirklich. Es fällt mir wahnsinnig schwer, aber ich entscheide mich nach einer Stunde Abstieg angekommen an der Walleralm zum Weiterweg an den Hintersteiner See, statt wie geplant über den Höhenweg über mehrere Almen zurück bis zum Jagerwirt zu gehen. Von der Walleralm zum Hintersteiner See gibt es einen Fahrweg, den ich aus vergangenen Urlauben mit Mann und Mausebär bereits kenne, und diese Alternative ist ab dem See sogar asphaltiert. Da kann ich wesentlich schmerzfreier gehen als über den als wunderschönen Pfad angelegten Adlerweg weiter oben. Christoph ist so lieb, mit mir zu gehen und notfalls meinen Rucksack zu tragen, um gut 10 Kilogramm Gewicht von meinen Beinen und Füßen zu nehmen. Dani und Käthe nehmen den geplanten Weg, um das Auto zu holen und uns entgegen zu fahren. So traurig es ist, die letzten gut zwei Kilometer getrennt zu gehen, Gesundheit und Sicherheit gehen einfach vor. Und es hätte ja niemand etwas davon, wenn ich auf dem Adlerweg auf einmal weder vor noch zurück kann.

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unterwegs auf dem Adlerweg

Auf dem Fahrweg komme ich gleich besser zurecht als auf dem unebenen Pfad zuvor. Ein Stück weit trägt Christoph auch tatsächlich meinen Rucksack, um meine Beine zu entlasten. Und das hilft: Rasch erreichen wir den Hintersteiner See, wo ich meine Füße endlich von den Bergschuhen befreien und auf Socken weiterlaufen kann. Beschwingt gehen wir weiter am See entlang, es gibt für Christoph eine verdiente und lang ersehnte frische Buttermilch, und wir laufen schießlich weiter Richtung Scheffau bis zum Parkplatz Gaisenberg, wo uns Dani und Käthe mit dem Auto einsammeln.

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meine Füße sind erlöst, der Abschied naht

Bevor wir uns auf die Heimfahrt machen, genießen wir noch eine Runde Käsespätzle für alle und schmieden bereits eifrig Pläne für unsere Hüttentour 2020 – dann natürlich auch wieder mit Steffi, die uns dieses Jahr gefehlt hat.

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