Mit dem Deilbachsteigt hat die Stadt Essen nach dem Baldeneysteig, dem Kettwiger Panoramasteig und dem Zollvereinsteig bereits den vierten anspruchsvollen Rundwanderweg ins Leben gerufen. Zusammen mit meinen Bloggerfreundinnen Dina, Steffi und Sabine sowie unseren Wanderhunden Panda und Riley durfte ich den Steig auf Einladung der Essen Marketing GmbH hin testen und zwei wunderbare Wandertage erleben.
(*Werbung. Offenlegung: Die Essen Marketing GmbH hat uns je eine Übernachtung mit Frühstück gesponsort. Der Bericht stellt ausschließlich meine eigene Meinung dar.)

Der Deilbachsteig verbindet auf rund 33 Kilometern und mehr als 800 Höhenmetern die Städte Essen, Hattingen und Velbert. Dabei trifft man immer wieder auf seinen Namensgeber, den Deilbach, der in Wuppertal-Barmen entspringt und in Essen-Kupferdreh in den Baldeneysee mündet. Am Baldeneysee trifft der Deilbach- übrigens auf den Baldeneysteig, sodass man, falls man nicht genug bekommen kann, beide Wege sogar direkt miteinander kombinieren kann.

Wir starteten unsere Wanderung auf dem Deilbachsteig am S-Bahnhof Velbert-Langenberg, an dem auch der Deilbach direkt vorbeifließt. Vom dortigen Parkplatz aus ist nur eine steile Treppe zu überwinden, schon trifft man auf die Markierung. Dieser folgten wir fortan im Uhrzeigersinn: Zunächst durchwanderten wir in einem steten Auf und Ab die Velberter Stadtteile Langenberg, Frohnberg und Hopscheiderberg. Besonders sehenswert dabei ist die historische Altstadt von Langenberg mit ihren urigen Fachwerkhäusern und dem historischen Bürgerhaus. Danach ging es weiterhin mal durch den Wald, mal durch weite Flur, wodurch wir immer wieder weite Aussichten hinein ins Bergische Land und ins Ruhrgebiet genießen konnten. In Velbert-Nierenhof passierten wir schließlich den S-Bahnhof. Auf schmalen, fast zugewachsenen Pfaden und teilweise auch sehr steilen Wegen machte der Steig von Anfang an seinem Namen alle Ehre. Übrigens: Auch auf den Neanderlandsteig und auf mehrere seiner Entdeckerschleifen trafen wir immer wieder.

Bevor wir schließlich unser Tagesziel, Essen-Kupferdreh erreichten, ging es munter weiter Richtung Nord-Westen, wobei wir ein kurzes Stück auch durch Hattinger Stadtgebiet wanderten. Danach war es nicht mehr weit bis zum Baldeneysee und der Mündung des Deilbachs. Am Ufer des Sees ließen wir uns eine Currywurst und ein kühles Getränk schmecken, bevor unsere erste Etappe am S-Bahnhof Essen-Kupferdreh endete. Von dort aus fuhren wir mit der S-Bahn in die Essener Innenstadt zur unserer Übernachtung im Moxy Hotel, das wir durchaus für Familien und Hundebesitzer empfehlen können.

Am S-Bahnhof Essen-Kupferdreh startete am nächsten Morgen unsere zweite Etappe standesgemäß: Die ersten Meter führten uns direkt am Deilbach entlang. Danach warteten bereits die ersten Höhenmeter auf uns: Bis wir Niederbonsfeld erreichten, wanderten wir wie schon so oft am Vortag immer wieder Auf und Ab sowie durch schöne Wälder und über spannende Abenteuerpfade. Auch in Niederbonsfeld angekommen, ging es zunächst wieder steil bergauf, bis wir uns allmählich dem vielleicht schönsten Highlight auf dem Deilbachsteig näherten, der Ruine Isenberg mit herrlichem Blick auf die Ruhr.

Im Anschluss an die Burgruine führte unser Weg auf schmalem Pfad malerisch durch lichten, mit Moos bewachsenen Wald. Auch wenn der Deilbachsteig mich wirklich an vielen Stellen überzeugt hat, dies war der schönste Abschnitt. Genusswandern pur! Danach folgte ein kurzer, aber knackiger Abstieg nach Nierenhof, bevor wir kurz vor dem Ende noch einmal richtig gefordert wurden: Der Anstieg hoch hinauf zum bekannten Sender Langenberg war steil und lang, oben angekommen belohnte uns die abermals schöne Aussicht jedoch zugleich. Am Waldkletterpark Velbert vorbei wanderten wir schließlich hinab nach Langenberg, wo wir am Vortag unsere Tour begonnen hatten.

Mein persönliches Fazit:
Der Deilbachsteig hat meine Erwartungen übertroffen! Ich muss sagen, dass ich ihn mit dem Baldeneysteig tatsächlich gleichsetzen würde. Zwar gibt es einige asphaltierte Wegabschnitte, wir befinden uns aber nun einmal in der Metropolregion, da bleibt das nicht aus. Die vielen verschlungenen Pfade, traumhaften Ausblicke und verwunschenen Wälder machen die langweiligeren Passagen eh schnell vergessen.
Was mir besonders gut gefällt: Durch die direkte Anbindung an gleich drei S-Bahnhöfe kann man den Steig als Familie auch bequem in kürzeren Etappen gehen, sodass er auch mit Kindern machbar ist. Diese sollten aber definitiv trittsicher sein und über gutes Schuhwerk mit fester Sohle verfügen. Das gilt natürlich ebenso für Erwachsene.
In meiner hier verlinkten gpx-Datei habe ich euch alle S-Bahnhöfe markiert.

Ein besonderer Dank geht zum Abschluss an meine drei großartigen Mitstreiterinnen und unsere beiden Wanderhunde. Als wandermaedels.ontour wollen wir nun öfters gemeinsam wandern gehen. Ich freue mich darauf!
3 Gedanken zu “Der Deilbachsteig – Wanderabenteur zwischen Essen und Velbert”