Große Rundwanderung im Neanderland

Nachdem meine Wanderfreundin Dina und ich bereits den Baldeneysteig und den Kettwiger Panoramasteig zusammen gewandert sind, war es im Juni Zeit für unser nächstes Projekt. Da wir DIE beiden großen Rundwanderwege in unserer Region bereits gemacht hatten, war uns nicht direkt klar, was wir uns als nächstes vornehmen wollten.

Heute komme ich endlich dazu, euch von unserer gut 30 Kilometer langen Rundwanderung im Neanderland zu erzählen. Natürlich gibt es weiter unten auch einen passenden gpx-Track dazu.

Doch von vorne: Als großer Fan des Neanderlandsteigs und seiner Entdeckerschleifen, begab ich mich dort auf die Suche nach einer neuen Herausforderung und entdeckte den „Industriepfad und Kunstweg“, eine Entdeckerschleife (eigentlich eine Entdeckerstrecke), die über 18 Kilometer von Homberg nach Ratingen führt. Gleichzeitig verläuft die 9. Etappe des Neanderlandsteigs über 14 Kilometer von Ratingen nach Homberg. Am Grünen See treffen beide zusammen. Da musste doch etwas zu machen sein!

Durch die Planung der Touren für mein Buch fühle ich mich inzwischen recht sicher bei der Planung von Wanderungen mit komoot. Also zeichnete ich die beiden Strecken des Neanderlandsteigs und der Entdeckerschleife nach und suchte nach einem schönen Übergang, um eine Rundwanderung daraus zu machen. Das war leichter als gedacht, denn die fehlende Verbindung war durch das Schwarzbachtal zu finden, einem meiner liebsten Wegabschnitte in meinem Buch überhaupt. Und so ergab sich ein gut 30 Kilometer langer Rundwanderweg, für den auch Dina sofort Feuer und Flamme war.

So trafen wir uns an einem frühlingshaften Freitag zusammen mit unseren Hunden, unsere Panda und Holly von Dina, die uns bereits auf dem Kettwiger Panoramasteig begleitet hatte. Ich habe vorher lange darüber nachgedacht, ob es richtig sein würde, Panda mitzunehmen. Aber die Strecke war durch ihre häufige Nähe zum Wasser (viele Seen und Bäche) einfach perfekt dafür, um es einmal auszuprobieren. Und zur Not hätten wir immer noch in einen Bus einsteigen können.

Unsere Wanderung startete am Grünen See. Der Neanderlandsteig bietet hier Möglichkeiten in beide Richtungen. Wir haben den Grünen See fast komplett umrundet. Im Nachhinein würde ich allerdings die Variante zwischen Grünem und Silbersee wählen, um ein klein wenig abzukürzen. Daher ist es auch so in komoot eingezeichnet. Danach trafen wir zum ersten Mal auf den Schwarzbach, der uns nun länger und immer wieder begleiten sollte und der nicht nur den Hunden Freude bereitete. Auch zahlreiche schöne Ausblicke in die grüne und naturbelassene Umgebung begeisterten uns. Schnell kamen Urlaubsgefühle in uns hoch und wir dachten laut darüber nach, dass es doch schön wäre, auch in einem einsam stehenden Hof inmitten der grünen Natur zu wohnen.

Nachdem wir auch die A3 gekreuzt hatten, verließen wir den Neanderlandsteig, um zur Entdeckerschleife zu queren. Dafür wanderten wir auf schmalem Abenteuerpfad durch das idyllische Schwarzbachtal; die Wegstrecke, die das Highlight in Tour 38 aus meinem Buch ist. Auch Dina war sichtlich beeindruckt! Danach überquerten wir den Ilbeckweg geradeaus und stiegen im Anschluss bergan, um nach Homberg zu gelangen. Hier wartete der Start der Entdeckerschleife auf uns.

Der „Industriepfad und Kunstweg“ führte uns zunächst durch den malerischen Ortskern von Homberg, der uns besonders durch seine schönen Fachwerkhäuser verzauberte. Danach ging es wieder hinaus aufs freie Feld und schließlich hinunter an den Angerbach, der von nun an unseren Weg prägen sollte. So erreichten wir auch die Angermühle und kamen an ein paar Kunstwerken vorbei, bevor wir das mittelalterliche „Haus zum Haus“ erreichten. Damit befanden wir uns schon wieder in Ratingen und allmählich wurden unsere Beine und Pfoten müde. Zurück zum Ausgangspunkt am Grünen See kürzten wir den ausgeschilderten Weg ein paar Mal ab und gönnten uns schließlich zum krönenden Abschluss am See ein kühles, alkoholfreies Weizenbier.

Mein Fazit: Die beiden Strecken lassen sich ganz hervorragend zu einer großen, wunderbaren Rundwanderung verbinden. In der für euch hinterlegten Variante sind es nun ziemlich genau 30 Kilometer und 300 Höhenmeter, die auch sportliche Hunde gut bewältigen können. Ein Großteil der Strecke führt über naturnahe Wege mit wunderschönen Ausblicken und durch schöne Bachtäler. Das beschauliche Homberg begeistert ebenso wie das Erholungsgebiet am Grünen und Silbersee an Start und Ziel.

Habt ihr Lust bekommen, die Rundwanderung ebenfalls zu laufen?
Dann findet ihr hier meinen empfohlenen Weg.
Ein großer Dank zum Abschluss an Dina fürs Mitwandern, für das Vertrauen in meine Routenplanung und für die wie immer wahnsinnig nette Begleitung. Ich freue mich schon sehr auf unser nächstes Projekt, was auch immer es werden wird.

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