Meine Lieblings-Familien-Alm (Rezension)

30 Wanderungen zu familienfreundlichen Hütten und Almen in den bayerischen Hausbergen verspricht das Buch „Meine Lieblings-Familien-Alm“ von Michael Pröttel, Lisa und Wilfried Bohnmüller.
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Ich wusste bisher gar nicht, dass zu den „Bayerische Hausbergen“ auch solche aus Österreich gehören, jedenfalls befinden sich unter anderem auch ein paar Touren am Achensee auf den 128 Seiten. So habe ich noch vor dem genaueren Lesen des Buches etwas gelernt, auch nicht schlecht.

Genauso gut ist es, dass wir bereits zwei der vorgestellten Almen mit dem Mausebär bei unseren Urlauben am Achensee erwandert haben und so aus erster Hand berichten bzw. vergleichen können.

Zuerst ist da die Gaisalm, die malerisch direkt am Ufer des Achensees zwischen Achenkirch und Pertisau liegt. Sie ist nur per Schiff oder zu Fuß erreichbar. Alleine das macht sie zu etwas ganz Besonderem.
Wir waren mit dem Mausebär bereits zweimal dort. Letztes Jahr sind wir den vermeintlich leichteren und kürzeren Weg von Pertisau aus gelaufen und in diesem Jahr direkt von unserer Ferienwohnung in Achenkirch aus. Zurück ging es jeweils mit dem Schiff.
In der Hochsaison und bei gutem Wetter sind Weg und Alm recht überlaufen, das mögen wir ja nicht so sehr. Ansonsten können wir die Aufnahme in das Buch zu den Lieblings-Almen aber sehr gut verstehen und auch die Einstufung (mittelschwer, erst mit größeren Kindern schafft man gut beide Strecken an einem Tag) passt.

Die zweite Alm, die wir schon kennen, ist die Dalfazalm, die man mithilfe der Rofanseilbahn und über einen sehr schönen Höhenweg auch mit kleineren Kindern leicht erreichen kann. Den im Buch empfohlenen Kaiserschmarrn haben wir bei unserem Besuch diesen Sommer ebenfalls genossen.
Allerdings fehlt uns hier ein Hinweis, dass der Abstieg von der Alm ins Tal schon recht weit ist. Der Mausebär (mit 4,5 Jahren) hat mit dem steilen Weg und den insgesamt 900 Höhenmetern bergab schon sehr zu kämpfen gehabt, und es war eigentlich ein bißchen viel für ihn. Gerade für eine Tour mit kleineren Kindern ist ein Rückweg zur Rofanseilbahn wohl mehr zu empfehlen.

Natürlich macht das Buch Lust auf weitere Wanderungen zu Almen auf familientauglichen Wegen, und wir werden uns sicher noch viele Anregungen darin holen. Die Tourenvorschläge verlaufen von Immenstadt bis zum Chiemsee und sind auf einer Übersichtskarte genau eingezeichnet. Jede Wanderung wird durch einen Schwierigkeitsgrad, Streckenlänge, Höhenmeter, Gehzeit und andere Merkmale klassifiziert. Außerdem gibt es einen Hüttensteckbrief, eine ausführliche Wegbeschreibung und einen Kartenausschnitt, auf dem der Weg eingezeichnet ist. Jede Route wird außerdem einer von vier Kategorien zugeordnet: Panorama/Aussicht, leckeres Essen, Touren am Wasser, Erleichterung durch Gondel, Bus oder Lift. Natürlich machen schöne Bilder zu jeder Alm zusätzliche Lust auf einen Besuch.

Ein Dank gilt dem GeraNova Bruckmann Verlagshaus, dass mir dieses schöne Buch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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