Bergparadies Osttirol – auf dem Zettersfeld oberhalb von Lienz

Die erste Woche unseres diesjährigen Sommerurlaubs haben wir in Osttirol verbracht: In Hochlienz, auf 1.850 Metern Höhe, hatten wir eine kleine, aber feine Ferienwohnung im Almdorf gemietet. Dank des Wanderführers Erlebniswandern mit Kindern Osttirol von der lieben Dina waren wir bestens vorbereitet und freuten uns auf abwechslungsreiche Bergerlebnisse in den Alpen. Doch leider sollte es ein wenig anders kommen als geplant…


Doch zunächst einmal zu den Gründen, warum wir Hochlienz als Urlaubsort gewählt haben: Ich liebe es, auch morgens und abends oben am Berg zu sein und die Stimmung auf mich wirken zu lassen. Das ist einfach etwas anderes, als wenn man unten im Tal wohnt. Bereits im vergangenen Jahr im Montafon haben wir ein paar Tage und Nächte oben am Berg verbracht und es alle sehr genossen. Daher waren wir uns einig, wieder eine höher gelegene Unterkunft zu suchen. Hochlienz lockt zudem mit einem Minigolf-Wanderweg, einer Gondel, die ins Tal fährt und einem Sessellift, mit dem es noch weiter nach oben geht. Da unser Outdoorjunge sehr gerne Minigolf spielt, war das schließlich der ausschlaggebende Punkt, uns für Hochlienz zu entscheiden. Das Sporthotel, zu dem das Almdorf gehört, bietet außerdem ein kleines Hallenbad, Tischtennis und die Möglichkeit zur erweiterten Halbpension. Zudem beginnen gleich mehrere Wanderungen aus Dinas Buch direkt auf der Sonnenterrasse der Lienzer, wie Hochlienz auch liebevoll genannt wird.

Auf 200 Seiten entführt Dina uns mit ihrem Buch zu 40 Touren für Familien mit Kindern aller Altersstufen und vielen Ausflugszielen (auch bei schlechtem Wetter) für einen wunderbaren Urlaub in Osttirol. Alle Wanderungen sind ausführlich beschrieben, enthalten Bilder, eine Karte und die wichtigsten Infos auf einen Blick. So muss ein guter Wanderführer sein!


Wenig überraschend hatte unser Outdoorjunge für den ersten Tag den Minigolf-Wanderweg auserkoren: An der Bergstation der Gondelbahn bekamen wir Schläger, Bälle, ein Info- und Regelheftchen sowie natürlich Stift und Zettel zum Notieren der jeweils benötigten Schläge für die insgesamt 15 Abenteuerspielstationen. An jeder Station begrüßte uns ein Tier, dessen Geschichte wir im Begleitheft nachlesen konnten. Insgesamt führt die Runde über 4,5 Kilometer und dabei auch an mehreren Einkehrmöglichkeiten vorbei, perfekt also für einen Pausentag oder wie bei uns die erste Akklimatisierungstour. Uns hat es richtig gut gefallen.


Für den zweiten Tag hatten wir uns dann die erste richtige Bergtour vorgenommen: Von der Bergstation des Sessellifts am Zettersfeld wollten wir über den Gipfel des Goiselemandls über einen etwas anspruchsvolleren Steig zu den Neualplseen wandern. Das hat auch wunderbar geklappt und wir konnten unser Picknick an den Seen mit traumhafter Bergkulisse genießen. Zurück zur Bergstation sollte uns der vermeintlich leichtere Weg vorbei an einem Unterstand und einem Rastplatz führen. Hier passierte mir das Missgeschick: Am Ende eines zu querenden Geröllhangs knickte ich auf einem großen Stein böse mit dem linken Knöchel um und zog mir eine ordentliche Bänderdehnung zu (leider hatte ich den Bergschuh wohl nicht eng genug geschnürt). Humpelnd und mit Unterstützung von Trekkingstöcken schaffte ich es immerhin selbständig zurück zum Sessellift. Aber an weitere Wanderungen war erstmal nicht mehr zu denken.


Nach einem Ruhetag mit hoch gelagertem Fuß fuhren wir zwei Tage später mit der Gondel nach unten, um nach einer Bandage für mich zu schauen. Dabei kamen wir an einem Sanitätshaus vorbei, in dem ich meinem Gelenk eine Knöchel-Orthese gönnte. Diese war noch viel besser als eine Bandage und ermöglichte mir zumindest wieder kleinere Spaziergänge. Dabei war es auf jeden Fall ein Vorteil, dass wir auf die Unterstützung von Gondel und Sessellift zurückgreifen konnten und somit unter anderem auch noch einen kurzen, aber aussichtsreichen Rundweg zwischen Steinermandl und Schoberköpfl zusammen erwandern konnten.


Am letzten Tag machten wir uns auf den Weg in Richtung Hochstein, der auf der anderen Seite von Lienz gelegen mit einigen Attraktionen lockt. Bergab nutzten wir die Gondel und spazierten danach einmal quer durch Lienz und an der Isel entlang zur Talstation der Schlossbergbahn. Diese brachte uns zunächst bis zur Moosalm, danach fuhren wir weiter hinauf bis zur Sternalm. Von dort aus wanderten wir über einen kurzen Weg bis zum idyllisch gelegenen Hubertussee. Ohne meine Fußverletzung wären wir sicher noch weiter gegangen, aber auch so war es ein sehr schönes Erlebnis. Zurück auf gleichem Weg und mit dem Lift wieder bis zur Moosalm, machten wir dieses Mal dort einen längeren Stopp für eine Partie Adventuregolf. Zurück ins Tal rasten wir schließlich mit dem Osttirodler, der Sommerrodelbahn von Lienz. So hatten wir einen tollen letzten Tag in Osttirol, an dem auch unser Outdoorjunge noch einmal voll auf seine Kosten kam.


Danach war die Woche in Hochlienz leider schon wieder vorbei. Auch wenn nicht alles wie geplant war, haben wir die Tage sehr genossen und werden sicher wiederkommen, um weitere Wanderungen aus Dinas Buch zu machen – die Karlsbader Hütte steht dabei ganz oben auf meinem Zettel – und die Bergwelt Osttirols zu genießen. Übrigens: Auch das Sporthotel Lienz mit dem dazu gehörenden Almdorf können wir sehr empfehlen. Es gibt tolle Angebote für Familien und alle sind sehr nett, wir haben uns rundum wohl gefühlt!

(Offenlegung: Das Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung und unsere gemachten Erfahrungen wieder. Dieser Beitrag enthält einen Link zu amazon. Falls ihr daraufklickt und etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision. Euch entstehen dadurch keine Mehrkosten.)

3 Gedanken zu “Bergparadies Osttirol – auf dem Zettersfeld oberhalb von Lienz

  1. Avatar von Dina Knorr Dina Knorr 17. August 2023 / 17:43

    Freut mich sehr, dass es euch am Zettersfeld auch so gut gefallen hat wie uns.
    Schön geschrieben dein Bericht. 🥰
    Liebe Grüße
    Dina

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