Mit Kindern wandern (Rezension)

Als ich am 1. Mai live aus dem Wald von WDR 2 interviewt wurde, war kurz zuvor Manuel Andrack zu Besuch im Studio, um u.a. von seinem neuen Buch „Mit Kindern wandern“ (Piper Verlag GmbH) zu erzählen.

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich ein Fan von Manuel Andrack bin. Ich habe mehrere seiner Wanderbücher mit großer Begeisterung (und so manchem Lacher) gelesen und war vor ein paar Jahren zusammen mit meinem Mann auch bei einem Vortrag von ihm in Köln. Außerdem habe ich ihm die wunderschöne Erwanderung des Lieserpfades in der Eifel zu verdanken, den er in einem seiner Bücher empfiehlt.

Da lag es natürlich nahe nachzufragen, ob ich (nachdem wir schon nacheinander im Radio zu hören waren 🙂 ) ein kostenfreies Rezensionsexemplar für Outdoor-Familien-Glück bekomme. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und ich außerdem noch ein weiteres Exemplar zur Verlosung (folgt zeitnah) zur Verfügung gestellt bekommen habe. Nun will ich euch aber nicht weiter auf die Folter spannen, hier kommt meine Rezension.
9783492404778
Im Untertitel seines Buches verspricht Manuel Andrack „Touren, Tipps und Naturabenteuer in ganz Deutschland“, die er auf 208 Seiten mit 36 farbigen Fotos und 40 Karten verteilt.

Die ersten 52 Seiten beinhalten den ersten Teil, der allgemeine Erfahrungen, Tipps und allerhand Anregungen enthält. In seiner humorvollen Art (ich finde, es ist wirklich nicht leicht, jemanden beim Lesen zum Lachen zu bringen, hier gelingt es aber immer wieder) und mit einem ordentlichen Augenzwinkern schafft es Manuel Andrack gleich, mich an das Buch zu fesseln. In vielen Schilderungen finde ich auch uns und den Mausebär wieder, zum Beispiel wenn es um „die Erfolgsformel: Wandern + Wasser = Kinderspaß“ geht. Besonders das Kapitel „Wenn es mal langweilig wird – Wanderspiele für unterwegs“ hat es mir angetan. „Wer sieht zuerst die Bank?“ werden wir sicher auf der nächsten Wanderung mit dem Mausebär austesten. (Ich hätte an dieser Stelle auch noch ein paar tolle Ergänzungen für Herrn Andrack, die „Eisenbahn“ habe ich ja bereits in meinen 12 Tipps für Wanderungen mit Kind beschrieben.)

Der zweite Teil des Buches enthält 26 ausführliche Tourenbeschreibungen, je zwei pro Bundesland. Es ist natürlich schwierig, in so ein Buch für jeden (in ganz Deutschland verteilt) etwas einzubauen. Daher finde ich die Idee, aus jedem Bundesland zwei Wanderungen vorzustellen großartig. So sollte für jeden etwas dabei sein und je nachdem, wohin man in Urlaub fährt, kann man das Buch auch immer wieder mal zur Hand nehmen. Außer den zwei beschriebenen Wanderungen pro Bundesland gibt es auch immer ein paar weitere kurze Tipps (Namensnennung und Kilometerangabe), bevor das nächste Bundesland an die Reihe kommt.

Manuel Andrack hat fast alle beschriebenen Wanderungen zusammen mit seiner jüngsten Tochter Nika begangen (manchmal kommt auch die Familie als Ersatz-Wander-Tester zum Einsatz) und erzählt sehr anschaulich von den gemeinsamen Erfahrungen und Nikas Einschätzungen der verschiedenen Wegstrecken. So bekommt man ein sehr authentisches und kindgerechtes Bild des Ganzen. Als besonderes Andrack-Zuckerl (ich nenne es jetzt einfach mal so, da ich ähnliches aus seinen anderen Büchern kenne, ein großer Favorit von mir sind seine lokalen Bierempfehlungen in einem anderen Buch) findet man zu Beginn jeder Tour eine kleine Zeichnung der Strecke mit Highlights, die besonders Nika in Erinnerung geblieben sind. Auch eine Übersicht, wo die Touren im jeweiligen Bundesland liegen, ist als Skizze vor jedem Kapitel vorhanden. Mir gefällt so etwas sehr. Es zeigt, wie liebevoll Manuel Andrack dieses Buch gestaltet hat.

Mein Fazit: Uneingeschränkte Empfehlung!
(Bleibt nur zu hoffen, dass es uns irgendwann vergönnt ist, mal zusammen mit Familie Andrack zu wandern. Wir hätten uns sicher eine Menge zu erzählen und ebenso viel Spaß dabei.)

3 Gedanken zu “Mit Kindern wandern (Rezension)

  1. Bei dieser tollen Rezension bekomme ich direkt Lust, das Buch zu kaufen und darin zu stöbern… Freue mich auf unser nächstes gemeinsames Wandern mit dem Mausebär und seiner Freundin Johanna beim schwarzen Mann und anderswo in der schönen Eifel :-).

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  2. Der Beitrag macht Lust darauf das Buch zu lesen. Es macht immer Spaß mit Kindern zu wandern und die Natur durch die Augen der Kinder zu sehen. Da wird das Beobachten von Ameisen durch eine Lupe zum Abenteuer.

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