Zwei Wochen in den Hörnerdörfern

In diesem Jahr verbrachten wir unseren Sommerurlaub wieder einmal im wunderschönen Allgäu. Nachdem wir bereits öfters in der Gegend waren (so zum Beispiel am Luftigen Grat, rund um Oberstaufen oder im Kleinwalsertal), verschlug es uns dieses Mal nach Sigiswang. Der kleine Weiler gehört zu Ofterschwang, das wiederum zusammen mit Bolsterlang, Obermaiselstein, Fischen und Balderschwang die Hörnerdörfer bildet.

Direkt von unserer Ferienwohnung aus gab es tolle Wander- und Spaziermöglichkeiten sowie einen unbezahlbaren, einmaligen Blick auf die Allgäuer Hochalpen: Großer Daumen, Rubihorn, Trettachspitze und Mädelegabel, um nur einige zu nennen. Da kam das richtige Urlaubsgefühl gleich bei der Ankunft auf.

Am ersten Morgen wanderten wir zunächst nach Ofterschwang, um für unseren Outdoorjungen den Entdeckerpass der Hörneredörfer zu holen. Dieser begleitete uns die nächsten zwei Wochen zu allerhand Wanderungen, ließ uns Stempel einsammeln, Aufgaben lösen, Fragen beantworten und bunte Bilder malen. Damit konnten wir Punkte sammeln und am Ende des Urlaubs je nach Punktestand eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille erhalten. Habt ihr schon eine Idee, was es geworden ist? Weiter unten verrate ich es euch.

Natürlich haben wir die Tage mit Kaiserwetter aber auch und vor allem für Bergtouren und Gipfelerfolge genutzt. Diese sind mit trittsicheren Kindern gut zu bewältigen, aber schon recht anspruchsvoll. Vor allem aber sind es echte Genusstouren mit fantastischer Aussicht, Abenteuerpfaden und teilweise auch kleinen Kletterpassagen – Wanderherz was willst Du mehr!?

Unsere drei Top-Touren (in zeitlicher Reihenfolge):

  • Von der Bergstation der Hörnerbahn in Bolsterlang (toller Ausblick nach Österreich und bis in die Schweiz) in einem steilen Anstieg zum Weiherkopf (wer mag, kann vorher noch das Bolsterlanger Horn besteigen und einen Stempel für den Entdeckerpass einsammeln), weiter über den Grat zum Rangiswanger Horn und zum krönenden Abschluss auf das Ofterschwanger Horn. Danach lohnt eine Einkehr in der Weltcuphütte. Zum Abschluss kann man wahlweise mit dem Weltcup-Express wieder ins Tal schweben oder gemütlich bergab wandern. Zurück zum Ausgangspunkt gelangt man mit dem Bus, wir sind allerding einfach nach Sigiswang zurück gewandert.
  • Mit der Nebelhornbahn bis zur Station Höfatsblick und über einen kurzen Anstieg hinein ins Koblat. Danach wandert man mit atemberaubender Aussicht vom Hochvogel bis zum Widderstein immer auf annähernd derselben Höhe bis zum Laufbichelsee. Wenn es die Kondition und die Zeit bis zur letzten Talfahrt zulassen, kann man von hier aus noch den Großen Daumen besteigen. Für uns reichte die Zeit leider nicht, aber wir werden die Gipfelbesteigung sicher in einem anderen Urlaub nachholen. Zurück zur Bergbahn geht es über den Hinweg. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die durchweg grandiose Aussicht und die kleinen Kletterpassagen (bei uns gab es außerdem noch ein paar zu überquerende Altschneefelder) sowie der Blick zu den oberhalb kletternden Abenteurern am Hindelanger Klettersteig sind mehr als ausreichende Entschädigung. Für mich eine absolute Traumtour und DAS Highlight des Urlaubs!
  • Vom Riedbergpass bzw. der Grasgehrenhütte auf das Riedberger Horn, seines Zeichens höchster Gipfel der Hörnergruppe. Hier sollte man den linken Weg wählen, der bereits vor der Grasgehrenhütte abzweigt, es ist definitiv der Spannendste. Vom Gipfel des Riedberger Horns führt ein abwechslungsreicher Abenteuerpfad in Richtung Ochsenkopf zuerst über einen Zwischengipfel und dann über ein paar Kletterpassagen zum Abzweig in ein wunderschönes Hochtal, das wir durchqueren, um nach einem kurzen Gegenanstieg wieder zur Grasgehrenhütte und zum Pass abzusteigen. Auch diese Wanderung bietet grandiose Ausblicke, besonders aber Kletterspaß beim Pfad über den Grat.

Falls Ihr Interesse an weiteren tollen Wanderungen mit Kindern im Allgäu habt, empfehle ich euch gerne das Buch Allgäu mit Kindern. Die Tour ins Koblat und die Wanderung über die Hörner hatten wir auch aus diesem entnommen.

Natürlich haben wir auch ein paar der Allgäu-Klassiker gemacht: Wir sind zur Alpsee Bergwelt gewandert und vom Berg aus mit dem Alpsee Coaster ins Tal gerodelt. Ein Riesen-Spaß! Außerdem haben wir die Breitachklamm besucht und von unten nach oben durchwandert. Unser Outdoorjunge war restlos begeistert und kam aus dem Staunen kaum noch heraus. Zurück ins Tal wanderten wir über die Alpe Dornach.

Dank dem oben bereits erwähnten Entdeckerpass haben wir auch an regnerischen Tagen immer ein Ziel gehabt und wunderbare Naturzeit erlebt. So wanderten wir unter anderem durch das Moos in Ofterschwang, auf dem Bienenweg in Bolsterlang und durch den Eichhörnchenwald in Fischen. Auch einen schönen Wanderweg in Obermaiselstein sind wir ebenso gegangen wie den Stuimändle Weg oberhalb von Ofterschwang und haben das Sondersdorfer Kreuz im Abstieg von der Hörnerbahn aus besucht. Besonders toll am Entdeckerpass: Nicht nur durch Wanderungen konnte unser Outdoorjunge Punkte sammeln, sondern auch durch Minigolf Spielen in verschiedenen Orten oder Eisessen in Ofterschwang. Ebenso lockte bei der Einkehr in verschiedenen Hütten oder Gasthöfen ein Stempel. So wurde es uns nie langweilig und die beiden Wochen sind viel zu schnell vergangen.

Ihr wollt wissen, welche Medaille es denn nun am Ende geworden ist? Natürlich die goldene und eine kleine Überraschung gab es noch dazu. Das hat sich unser Outdoorjunge doch nicht nehmen lassen…

(Werbung) Übrigens: Vor dem Urlaub durften wir uns im Online-Shop von Outdoorsupply mit neuem Outdoor-Equipment neu eindecken. So gab es für unseren Outdoorjungen ein tolles Opinol-Messer (passend zu seinem Taschenmesser-Führerschein bei den Pfadfindern) und ein paar gute Outdoor-Schuhe sowie für meinen Mann und mich je ein neues Oberteil.

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