Mausebärs erste Hütten-Übernachtung

In unserem diesjährigen Sommerurlaub haben wir das erste Mal mit dem Mausebär auf einer richtigen Berghütte übernachtet. Ein besonderes und aufregendes Erlebnis, über das ich euch heute  – passend zur Blogparade Außergewöhnliche Unterkünfte von Mit Kind im Rucksack – gerne berichte.

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die Nossi

Nachdem der Mausebär im vergangenen Jahr am Achensee bereits einige größere Touren gelaufen ist, war ich mir sicher, dass er dieses Jahr den Anstieg zur Adolf-Noßberger-Hütte in den Hohen Tauern schaffen würde. Denn natürlich sollte es für unsere erste gemeinsame Übernachtung auf einer richtigen Berghütte die Nossi sein, zu der ich ja eine besondere Verbindung habe.

Ein paar kurze Infos zur Nossi: Sie liegt auf 2.488 Metern Höhe in der Schobergruppe, die zum Nationalpark Hohe Tauern gehört, an der Grenze von Kärnten zu Osttirol. Auf der Hütte können maximal 50 Personen übernachten. Sie ist nur zu Fuß erreichbar, verfügt weder über Materiallift noch über eine Fahrstraße, sondern wird mit dem Hubschrauber beliefert. Frische Lebensmittel und was sonst so benötigt wird, trägt Hüttenwirt Christian auf seinem Rücken zur Hütte hinauf. Ihre idyllische Lage direkt an drei Seen und umgeben von 15 Dreitausendern macht sie ebenso zu einer außergewöhnlichen Unterkunft wie ihre Ursprünglichkeit. So wird hier ausschließlich mit Holz geheizt, es gibt (für Gäste) kein warmes Wasser, und die alten Holzböden knarren bei jedem Schritt. Hüttenromantik pur!

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idyllische Lage am See

Eigentlich hatten wir geplant, zwei Nächte dort oben zu verbringen, aber leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht: Am geplanten Aufstiegstag regnete es den ganzen Tag in Strömen, sodass wir erst am darauf folgenden Tag bei überwiegend trockenem Wetter den Aufstieg wagten.

Die knapp 900 Höhenmeter durch das wunderschöne, ursprüngliche Gradental bewältigte der Mausebär in 2,5 Stunden – eine stramme Leistung für einen Fünfjährigen. Aber die Vorfreude, endlich die Nossi live zu sehen (wo ihm doch schon so viel davon erzählt wurde, und wir sie vorher auf unzähligen Bergbildern gemalt hatten), spornte ihn auch ordentlich an. Und ich denke, er wurde nicht enttäuscht. Jedenfalls hat er sich sehr wohl gefühlt oben auf der Hütte, beim Essen und Trinken ordentlich zugelangt (zum Frühstück gab es als Ausnahme Topfentorte vom Vorabend), und auch die in der Stube vorhandenen Spiele wurden ausgiebig getestet. Wir hatten vorab ein 3er-Zimmer reserviert, um nicht in einem größeren Matratzenlager schlafen zu müssen. So bekam der Mausebär auch genug Schlaf in seinem neuen Hüttenschlafsack und unter einer dicken, warmen Decke, denn auf einer so hoch gelegenen Hütte wird es nachts ordentlich kühl.

Auch wenn das Wetter nicht das Beste war, haben wir die Zeit auf der Nossi genossen. Für mich war es ein unglaubliches Gefühl, mit Mann und Mausebär dort oben zu sein, und voller Freude habe ich ihnen alles gezeigt. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei, denn am nächsten Morgen mussten wir ja wieder absteigen. Aber wir werden wiederkommen, vielleicht schon im nächsten Jahr!

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unbezahlbar: die Aussicht von der Nossi

2 Gedanken zu “Mausebärs erste Hütten-Übernachtung

  1. Das klingt wirklich nach Bergidylle pur! Danke fürs mitmachen bei der Blogparade, gerne gelesen deinen Bericht.

    LG aus Norwegen
    Ina

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