Traumpfad „Booser Doppelmaartour“

Einmal im Jahr gehen wir mit einem Großteil unserer Familie wandern, unser Familienwandertag. Diese Tradition besteht bereits seit meiner Kindheit. In diesem Jahr haben wir am Tag der Deutschen Einheit mit 11 Personen und 2 Hunden den Traumpfad „Booser Doppelmaartour“ erwandert.

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die Familie unterwegs

Wir ihr ja bereits wisst, bin ich ein großer Fan der Premiumwanderwege in Deutschland. So sind wir zum Beispiel im vergangenen Jahr mit dem Mausebär das Traumpfädchen „Kleiner Stern“ gelaufen. Und nun ging es auf den Spuren der Vulkaneifel nach Boos.

Wieder einmal hatten wir Glück mit dem Wetter. Es war milder als erwartet, durchgehend trocken, und meist schien die Sonne. Perfekte Voraussetzungen also für einen schönen Herbsttag in der Eifel. So starteten wir am Wanderparkplatz gut gelaunt und konnten schon bald einen ersten Blick auf eins der beiden Maare erhaschen. Wenig später erklärten Infotafeln die Entstehung der berühmten Maare. Die dazu gehörenden Bilder faszinierten auch den Mausebär, sodass er sich die Informationen zur vulkanreichen Geschichte der Eifel gerne anhörte.

Blick aufs Maar

Kurz darauf erforderte der erste steilere Anstieg einen ersten Konditionstest. Wie schon bei unserem Urlaub in Österreich zeigte sich, dass der Mausebär bergauf inzwischen schneller läuft (wortwörtlich) als wir. Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Ein kleiner Abstecher führte uns zu Lavabomben. Hier nahmen wir einen Mini-Vulkanstein als Andenken für unseren kleinen Steinesammler mit und bestaunten die erdgeschichtlichen Überreste aus vergangener Zeit.

Ausblick auf die Lavabomben

Zurück auf dem eigentlichen Traumpfad, der über die komplette Strecke wie immer verlässlich und gut markiert war, galt es bald erneut abzubiegen, um den Booser Eifelturm zu besteigen. Über 125 Stufen erklommen wir diesen und genossen oben ein wunderbares 360-Grad Panorama über die herbstliche Eifel. Nürburg und Nürburgring waren ebenso gut zu erkennen, wie unser Ausgangspunkt und die umliegenden Dörfer, Wiesen und Berge. Nachdem wir von dem Turm wieder hinab gestiegen sind, knurrten die ersten Mägen; Zeit für das erste Picknick. Es ist Tradition, dass beim Familienwandertag jeder etwas mitbringt, und so gab es reichlich. Tradition sind auch Frikadellen. Leider hatte ich dieses Mal den dazu gehörenden Senf vergessen. Ich hoffe, die Familie verzeiht mir diesen Fauxpas.

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am Fuß des Turms

Zurück auf dem Traumpfad folgten direkt noch zwei Highlights: Erst begegneten wir drei zutraulichen, hübschen Eseln, und kurz darauf gelangten wir an eine Honig-Selbstbedienungs-Kiste. Ähnliches gab es auch bei unserem Sommerurlaub im Lesachtal (Bericht folgt). Dieses Mal konnte man den Honig sogar probieren. 2 Gläser wanderten anschließend in unsere Rucksäcke, bezahlen soll man später per Überweisung (Zettel mit den dazu erforderlichen Angaben lagen ebenfalls in der Kiste) und zwar so viel, wie man für angemessen hält. Ich finde das absolut großartig!

die Honigkiste

Nach so vielen Highlights und einer Rast bereits zu Beginn des Traumpfads hieß es nun, Kilometer zu machen, denn die gut 10 km (inklusive der Abstecher) laufen sich ja nicht von selbst. Schon gar nicht für die Beine unseres fünfjährigen Mausebärs. Doch nur wenig später hüpfte ein kleiner Frosch direkt vor unserer Nase über den Weg, den der Mausebär natürlich beobachten musste. Und damit er keinem folgenden Wanderer unter die Sohle geriet, setzten wir ihn noch ein Stück abseits des Weges.

Danach gingen wir aber wirklich zügig weiter und folgten dem Traumpfad über seine abwechslungsreiche Wegführung: Mal durch tollen Mischwald, dann über freie Wiesenflächen; mal als steiler Pfad, dann wieder als kurvenreicher Weg. Immer wieder neue Ausblicke ließen keine Langeweile aufkommen, und so kamen wir schnell voran. Nach ungefähr zwei Dritteln der Tour erblickten wir nach einer Kurve den perfekten Picknickplatz: Ein großer Tisch, mit vier hohen Bänken drum herum. So packten wir alle Vorräte aus und genossen mit dem Muhen von Kühen im Hintergrund (oder war es doch das Röhren der Hirsche) und der wärmenden Sonne im Rücken unser mitgebrachtes Essen. Besser kann so ein Picknick einfach nicht sein!

unsere Picknicktafel

Auch das letzte Drittel des Traumpfads war kurzweilig. Schnell erreichten wir das zu Beginn erblickte Maar, welches es als krönenden Abschluss noch zu umrunden galt. Durch Wiesen und noch einmal durch einen kleinen Wald führte uns der Weg schließlich zurück zum Parkplatz, den wir nach ein paar letzten schönen Ausblicken gut wieder erreichten.

bei der Umrundung des Maares

Danke an alle Mitwanderer für den tollen Familienwandertag 2018, gute Besserung an die drei kurzfristig erkrankten Familienmitglieder, die dieses Mal leider nicht mitkommen konnten, und auf ein Neues in 2019.

2 Gedanken zu “Traumpfad „Booser Doppelmaartour“

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